Bildungslandschaften gestalten, Partizipation wagen und Inklusion leben

Wer ich bin

Ich bin 1980 in Sachsen-Anhalt geboren und wuchs bei meinen Adoptiveltern in einer Kleinstadt namens Tangermünde in der Altmark auf.

In dem malerischen Städtchen am Elbufer verbrachte ich meine Jugend, deren gesellschaftliche Rahmenbedingungen stark geprägt waren durch die Herausforderungen, die die deutsche Einheit mit sich brachten.

Da mir das Leben in der Kleinstadt schnell zu eng wurde und sich die beruflichen Perspektiven quasi an einer Hand abzählen ließen, machte ich mich nach meinem Abitur 1998 auf gen Osten in die deutsche Hauptstadt Berlin.

 

Zunächst lebte ich im Bezirk Friedrichshain, wo ich über meine Arbeit in der Einkaufsgemeinschaft Wurzelwerk e.V.  schnell in regionale Netzwerke eingebunden war, Kiezfeste organisierte und einen Verein mitgründete, der ein Haus für Bildung, Umwelt, Gesundheit und Kultur aufbauen wollte.

Ich genoss das vermeintlich freiere Leben in vollen Zügen und liebte die  Kiezkultur bei Tag und Nacht.

Nachdem Friedrichshain immer mehr zu einem hippen Party-Stadtteil heran wuchs, kehrte ich ihm den Rücken und liess mich 2005 in der Victoriastadt im Bezirk Lichtenberg nieder. Hier gründete ich gemeinsam mit anderen Familien ein Hausprojekt unter dem Dach der Selbstbau e.G. in dem ich bis heute lebe (und was sich in Anbetracht der steigenden Mietpreise in Berlin mehr als gelohnt hat).

 

Mittlerweile bin ich stolze Mutter zweier Söhne (9 und 7 Jahre alt) und engagiere mich im Kiez und im Bezirk insbesondere für die Themen (außer-)schulische Bildung und Jugend(kultur)arbeit.

 

In der Schule an der Victoriastadt gründete ich als Vorsitzende der Gesamtelternvertretung eine Elterninitiative, welche sich für die Verbesserung der Lern- und Lehrbedingungen einsetzt und einen längst überfälligen Schulneubau im wachsenden Stadtteil Rummelsburg fordert. 

 

Seit dem Schuljahr 15/16 bin ich Vorsitzende des Bezirkselternausschusses Schule und versuche gemeinsam mit einer Vielzahl anderer Elternvertreter_innen die Rahmenbedingungen an und um Schule zu verbessern.

 

Als Mitglied des Bezirkselternausschusses Schule gründete ich eine bezirksweit tätige AG Grundschule Lichtenberg, die sich der speziellen Probleme an Lichtenbergs Grundschulen widmet: zu kleine Mensen, fehlende Klassenräume, überbelegte Turnhallen, zu kleine Schulhöfe etc.

 

Ich bin leidenschaftliche Netzwerkerin und gebe gerne Menschen eine Stimme, die selbst dazu nicht immer in der Lage sind.

 

Bei den Berliner Wahlen im September 2016 kandiere ich auf Listenplatz Nr. 3 als Bezirksverordnete für DIE LINKE.

Ich freue mich, wenn Sie mich mit Ihrer Stimme unterstützen. 

Was ich mache

Ich bin Sozialarbeiterin und habe an der Alice Salomon Hochschule meinen Master in Praxisforschung in Sozialer Arbeit und Pädagogik erfolgreich abgeschlossen.

 

Ich arbeitet(e) hauptberuflich vorwiegend als Projektleitung für unterschiedliche Vereine, Verbände und Organisationen und engagiere mich ehrenamtlich in mehreren Gremien und Initativen.

 

Ich arbeitete für die Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung Berlin e.V.. und verantwortete  die Umsetzung des Projekts "Jugendkulturzentren in bezirklichen Bildungsnetzwerken". Dieses beinhaltete die Profilschärfung und konzeptionelle Weiterentwicklung von Einrichtungen der offenen Kinder-und Jugendarbeit  sowie  den Auf- und Ausbau ressortübergreifender, bezirklich-er Netzwerke für Kulturelle Bildung

 

Im Anschluss initiierte ich ein zweijähriges von Aktion Mensch gefördertes Projekt "Jugendkultur bewegt - Partizipation mit kultureller Bildung". Ausgehend von den bezirklichen Jugendkulturzentren und Medienkompetenzzentren sollten Jugendliche motiviert, begleitet und unterstützt werden, eine eigene Jugendkonferenz zu ihren Themen als "Barcamps" durchzuführen. Was ein Barcamp ist und welche Ergebnisse wir erzielt haben, ist auf www.jugend-bewegt-kultur.de nachzulesen.

 

Während der Projektumsetzung stießen wir auf die Herausforderung, dass es im Feld der Kulturellen Bildung /Jugendkulturarbeit eine Fortbildungslücke gab im Einsatz neuer Medien. Dank der Förderung durch das BMFSFJ konnten wir eine dreitägige Schulung "Jugendbarcamps veranstalten"  entwickeln und erproben. In dieser konnten Fachkräfte und Jugendliche gemeinsam die Methode erlernen, theoretisch und praktisch digitale Tools kennen lernen sowie in das Themenfeld der ePartizipation eingeführt werden. Die spannende Umsetzung sowie das Curriculum "Methodenset Barcamp" welche als Printversion und OER kostenlos zur Verfügung stehen, sind hier zu finden.

 

Derzeit arbeite ich als Wissenschaftliche Mitarbeiterin für Hendrikje Klein, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses.

 

Darüber hinaus arbeite ich freiberuflich als Projektentwicklerin, Veranstaltungs-managerin und Trainerin für Jugendbarcamps.

 

Gerne können Sie mit mir Kontakt aufnehmen, wenn ich Sie als Referentin, Veranstaltungsorganistorin, Koordinatorin o.ä. mit meiner Fachexpertise unterstützen kann.

Was ich möchte

Bildungslandschaften gestalten

"Bildung ist nicht das Befüllen von Fässern, sondern das Entzünden von Flammen." (Heraklit)

 

Es tut uns gut, ressortübegreifend am Thema Bildung zu arbeiten. Schule als ein zentraler Lebenssort im Kinder- und Jugendalter sollte sich, um ganzheitliche Bildung leisten zu können, öffnen und sich aktiv am Aufbau von Bildungskooperationen beteiligen.

Lernen ist so viel mehr als Schule. Pädagog_innen sollten sich als Begleiter_innen und Unterstützer_innen sehen und Fachkompetenzen von Künstler_innen, Sportler_innen, Politiker_innen u.a. einbinden. Im Zuge der Ganztagsschulentwicklung und der Tatsache, dass Kindern und Jugendlichen immer weniger Freizeit bleibt bei gleichzeitiger Zunahme des Leistungsdrucks, brauchen sie einmal mehr Orte wie Jugendfreizeiteinrichtungen, die sie in ihrer Persönlichkeitsentwicklung nach ihren Interessen fördern.

Diese Orte müssen wir als Erwachsene schützen und unseren Beitrag dazu leisten, ressortübergreifend Bildungslandschaften (mit)gestalten.

Macht mit!

 

Partizipation wagen

"Mut ist die Tugend, die für Gerechtigkeit eintritt." (Cicero)

 

Mir ist schon klar, dass nicht "alle" darauf warten, endlich teilhaben zu dürfen, dass "alle" aktiv Gesellschaft mitgestalten wollen. So wie es ein Recht auf Partizipation geben sollte, sollte es auch eins geben für Nicht-Partizipation. Das klingt so einfach und ist im Persönlichen und auch professionellen Alltag immer wieder eine Herausforderung. Ernst gemeinte Partizipation erfordert die eigene Bereitschaft zur Machtabgabe und  damit zur Öffnung von Räumen - ohne das Ergebnis im Vorfeld zu kennen. Das setzt Mut voraus.  Ich bin klare Befürworterin dafür, jungen Menschen Räume und Zeit zu geben, ihre Themen selbstbestimmt einzubringen und auf freiwilliger Basis an Entscheidungprozessen mitwirken zu dürfen. Mehr miteinander reden als übereinander!

Mehr Mut!

 

Inklusion leben

"Wege entstehen dadurch, dass (mensch) sie gemeinsam geht" (Franz Kafka)

 

Der Inkusionsbegriff scheint inflationär geworden - zumeist in den Ausschreibungen für innovative Projekte mit Kindern und Jugendlichen und im Bereich Schule. Gesamtgesellschaftlich gesehen, kann Inklusion kein Zustand sein der einmal erreicht wird, um als hehres Zeil dann abgehakt zu werden. Vielmehr ermöglicht er Bewegung im wieder neuen Denken von Rahmenbedingungen. Und, Barrierfreiheit gibt es eben nur im Denken. Aber sich selbst den physischen wie psychischien Barrieren bewusst zu werden, ist wohl der bedeutsamste Schritt hin zu einem vielfältigen, inklusiven Gesellschaftsmodell, welches gleichberechtigte Teilhabe ermöglichen kann.

Für Vielfalt!


"Ich finde zwar keine Lösung, aber ich bewundere das Problem."


... ist wohl mein - manchmal wohl auch verzweifelter aber immer wieder gut gemeinter - Versuch, mit den Herausforderungen im Leben umzugehen. Ob es eine Bestimmung gibt oder ein Schicksal, Götter oder Glauben daran, wir alle sind stets auf der Suche nach dem vermeintlich Großen, dem Ganzen, nach dem ICH und dem Bezug meinerselbst zur Gesellschaft, nach dem Gefühl für ein glückliches Leben, nach dem WIR.

 

Es sollte uns nicht nur darum gehen, Erklärungen zu finden - zumindest keine allgemein gültigen. Wir selbst sind gefordert, unsere eigenen Wahrheiten zu finden, die niemals starr sein sollten. Was ich in meinem Leben erfahren durfte - so skuril das auch für einige klingen mag - für all das bin ich sehr dankbar. Ist es doch immer nur eine Frage der eigenen Perspektive auf die Dinge.

 

Und was wäre die Welt, wenn es keine Probleme gäbe, was wäre sie, was wäre ich, wer wäre ich, wer wären wir, wenn wir für alles immer sofort und am besten nur eine Lösung parat hätten? Wenn es nur eine Wahrheit gäbe, wären wir dann glücklich(er)? Ist es nicht viel mehr das was uns wachsen lässt? Die Probleme? Die Fehler, die wir machen? Die in diesem Moment bestmögliche Bewältigung unserer eigenen uns gestellten Herausforderungen? Sind wir nicht besser darin, Fragen zu stellen als immer gleich eine Lösung zu haben? Können wir Probleme nicht aus unterschiedlichen Perspektiven betrachten? Uns die Zeit dafür nehmen die es braucht in dieser Gesellschaft mit seiner rasanten Entwicklung? Und sind Probleme immer noch so groß, wenn wir ihnen Zeit geben und uns die Chance, sie aus unterschiedlichen Perspektiven zu betrachten? Können wir nicht unsere Haltung dazu als erstes verändern? Sie zunächst bewundern? Entscheidungen müssen getroffen werden. Manche schneller, manche haben Zeit. Aber bei nahezu allen Problemen bleit und zumindest noch ein Atemzug, um darüber nachzudenken, welche Lösungen es gäben könnte.  Ich zumindest lebe gut damit. Ich habe mich ausgesöhnt, dass nicht die Zeit die Dinge verändert sondern dass es in meiner Verantwortung liegt aktiv und gemeinschaftlich Handlungsmöglichkeiten zu entwickeln. Packen WIR es an!

Zitat von Ashleigh Brilliant

 

 

Vernetzen wir uns:



Claudia Engelmann | Berlin-Lichtenberg

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